Archiv der Kategorie 'Saison 15/16'

VfB Oldenburg – SV Meppen

Unter anderen Vorzeichen hätte es das Knallerspiel zum Ende der Saison werden können. So aber zog das Derby immerhin etwas mehr als 2500 Besucher*innen ins Marschwegstadion.

Rund 150 VfB Fans machten sich vom Treffpunkt gemeinsam auf zum Stadion. Auf dem Weg zum Stadion gab es neben einigen lauten Gesängen auch etwas blau-weißen Rauch zu bestaunen.

Beide Kurven verzichteten heute auf eine Choreo. Dafür hatte die Emsländer*innen ein paar Spruchbänder im Gepäck. Zum einen wiesen sie auf einen tumblr blog unter dem Titel feinde-nicht-erwaehnenswert hin. Zum anderen präsentierten sie ein Spruchband „Wir sind Bauern? Ihr seid Village People!“, welches sich auf die Ereignisse beim Lübeckspiel beziehen könnte.

Ansonsten legte der Gästeblock einen bis zum 2:0 optisch starken aber akustisch durchschnittlichen Auftritt hin. Die Gegengerade zeigte einen akustisch guten Auftritt. Das Spiel konnte unser Team mit einem 3:0 (0:0) gewinnen. Derbysieg!

HSV II- VfB Oldenburg

Ein letztes Mal in dieser Saison stand für den VfB ein Auswärtsspiel an. Es ging zur Zweitvertretung des Hamburger SV. Die letzten Hoffnungen auf die Meisterschaft wurden uns leider schon einen Abend zuvor genommen, nachdem die Wolfsburger U23 in Cloppenburg gewann. Trotzdem kein Grund einen Flunsch zu ziehen. Der VfB hat die erfolgreichste Saison seit 2002 hinter sich gebracht. Respekt an alle, die diese überragende und verrückte Saison möglich gemacht haben! Auf der wackeligen Stahlrohrtribüne wurde von den etwa 80 mitgereisten VfB Fans akustisch noch mal alles gegeben und sich auf das kommende Derby eingestimmt.

Zur zweiten Halbzeit solidarisierten wir uns auf einem Spruchband mit Goslarer Fans, die im März nach dem Spiel beim TSV Havelse von mehreren Nazis angegriffen wurden. Der Vorfall wurde erst kürzlich durch einen Artikel in der TAZ bekannt und es handelte sich um einen der größten rechten Vorfälle im Raum Hannover seit langem. Auf dem Rasen passierte nicht viel. Zwar erarbeiteten sich die Blauen die eine oder andere Chance, aber es haperte immer wieder am Abschluss. Hoffen wir mal, dass die Jungs sich die Power für das kommende Derby aufgehoben haben.

VfB Oldenburg – Eintracht Norderstedt

Familientag, bestes Wetter, 70 Punkte und nur 2000 Besucher*innen. In den vergangenen Jahren war trotz der erreichbaren goldenen Ananas etwas mehr los, wenn der VfB zum Familienevent bat – selbst bei schlechterem Wetter.

An der Leistung unseres Teams lag die vergleichsweise geringe Besucher*innenzahl nicht. Es erkämpfte sich einen 2:1 Erfolg. Beide Tore schoss Nils Laabs. Der Support auf der Gegengerade war eher mau. Sommerfußballatmosphäre. Es ist schade, dass die stärkste VfB Saison seit 15 Jahren mit einer schwachen Resonanz zu Ende gehen scheint. Das hat das Überraschungsteam der Saison gewiss nicht verdient. Am letzten Spieltag ist das Derby gegen Meppen: Arsch hoch und ab ins Stadion!

SV Drochtersen / Assel – VfB Oldenburg

Die Saison neigt sich dem Ende und der zweitweise komfortable Vorsprung vor Wolfsburg ist dahin. Mehr noch, die drei Punkte Vorsprung des Teams aus der Autostadt erscheinen, auch auf Grund des wesentlich besseren Torverhältnisses, als unüberwindbare Hürde für die mögliche Meisterschaft. Dazu ging es diesen Freitagabend noch nach Drochtersen. Im Hinspiel konnten sich die Kehdinger ein 1:1 am Marschweg erkämpfen und vor wenigen Wochen das Pokalspiel in Oldenburg gewinnen. Wolfsburg sollte tags drauf gegen den noch sieglosen Tabellenletzten antreten. Sollte nun an diesem Spieltag die Meisterschaft vorentschieden werden? Um es vorweg zu nehmen: Nein.

Knapp 200 Oldenburger*innen fanden sich im Kehdinger Stadion ein. Die meisten zog es unter das überdachte Teilstück des Gästeblocks. Dort wurde über 90 Minuten ein lautstarker Support abgeliefert. Einziger Wehmutstropfen war, dass sich das Schwenken von großen Fahnen wegen der Dachhöhe schwierig gestaltete. Ansonsten fand stimmungsmäßig einer der besten Auftritte dieser Saison statt.

Schon in der 3.Minute erzielte Nils Laabs den Siegtreffer. In Folge konnte Drochtersen/Assel aber die besseren Chancen verbuchen. Unser Team rettete das 1:0 souverän und unterstützt durch den lautstarken Anhang, über die Zeit.

Auswärts: SV Drochtersen/Assel

Datum: Freitag, 29.04.2016
Abfahrt: 17:00 Uhr
Abfahrtsort: P+R Marschweg (Autobahnbrücke Marschwegstadion)
Anstoß: 20.00 Uhr

Preise:
14,- (Normalzahler)
12,- (OFI-Mitglieder)
7,- (U18er)

Anmelden könnt ihr euch per E-Mail unter auswaerts@ofi-oldenburg.org (nur mit komplettem Namen & Telefonnummer!) oder per Telefon unter der Extra-Nummer für Busanmeldungen 0175 – 924 14 36 (werktags nur 19:00 – 22:00 Uhr).
Weitere allgemeine Informationen & AGB zu unseren Auswärtsfahrten findet ihr hier: http://www.area97.de/ofi/?page_id=103

http://www.area97.de/ofi/?p=4251

VfB Oldenburg – ETSV Weiche Flensburg

Die Kulisse im Spitzenspiel war leicht enttäuschend. Nur 1866 Besucher*innen zog das Spitzenspiel des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten. Das kühle aber trockene Wetter sollte hierbei keine Ausrede sein. Dennoch war zu Beginn der zweiten Hälfte der Block gut gefüllt und legte einen lautstarken Support hin. Auf Grund der Vorgeschichte wurde auf einen optischen Support verzichtet und die Fahnen falsch herum aufgehängt.

Die erste Hälfte verbrachten wir schweigend, zusammen mit dem Commando Donnerschwee sowie vielen weiteren Fans, die sich solidarisierten, am Rand der Stehtraversen. Der Grund hierfür waren Probleme am Eingang, die das mitgebrachte Material betrafen. Wir hoffen an dieser Stelle, dass die Vorgänge intern aufgearbeitet werden und verzichten daher auf eine öffentliche Stellungnahme.

Kurz vor Schluss präsentierten wir noch das Spruchband „Durchalten Kifuta!“. Welches unserem Torjäger Mut machen sollte, da er für sieben Spiele für eine Tätlichkeit im Spiel gegen Wolfsburg gesperrt wurde. Dieser Tätlichkeit sollen mehrere, zum Teil rassistische, Beleidigungen vorausgegangen sein. Leider schlich sich hier der Fehlerteufel ein. Trotzdem sollte die Message angekommen sein.

Das Spiel endete 0:0, trotz einer ansprechenden Leistung unserer Elf. An manchen Tagen ist einfach der Wurm drin und es bleibt zu hoffen, dass Wolfsburg noch patzt.

VfB Oldenburg – VfV Hildesheim

Vor offiziell 1458 Besucher*innen setzte sich unser Team mit 2:0 durch. Beide Tore schoss Ibrahim Temin. Das klare Ergebnis war im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen. Hildesheim kam mit einer Serie von elf Spielen ohne Niederlage an den Marschweg und auch die derzeitige Schwächephase ließ ungutes befürchten.

Den Support beflügelte dieser fast schon unverhofft gekommene Sieg. Besonders in der zweiten Hälfte wurde permanent und lautstark gesungen. Die erste Halbzeit war oberer Durchschnitt. Nur der kalte Wind erschwerte es optische Akzente zu setzen.

Aus Hildesheim waren rund 20 Fans angereist. Acht von ihnen machten sich mehr oder weniger lautstark bemerkbar. Die Supporters 14 waren nicht vor Ort. Unter Beachtung des Spieltermins (Di, 18:15) und gemessen am Regionalligastandard, war das schon okay.

Fazit: Wir sind wieder voll dabei im Kampf um die Meisterschaft. Fünf Spiele noch!

BV Cloppenburg- VfB Oldenburg

Nach dem verlorenen Spitzenspiel ging es für den VfB zum Tabellenvorletzten nach Cloppenburg. Auswärtsspiele beim BVC hatten in der Vergangenheit ihren besonderen Reiz aufgrund von starkem Support und der Tatsache, dass der VfB dort nicht mehr seit 13 Jahren verlor. Dieses Mal sollte allerdings alles anders kommen. Die Mannschaft wurde vom Trainer auf verschiedenen Positionen umgestellt und konnte zunächst durch ein Tor von Tönnies mit 1:0 in Führung gehen. Die Freude hierüber währte allerdings nicht lange, da kurz darauf bereits der Ausgleichstreffer fiel. Danach fand die Mannschaft nicht mehr zurück ins Spiel und kassierte kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit das 1:2, bei dem es letzten Endes auch blieb.

Auch auf den Rängen lief nicht viel zusammen. Zwar wurde es ab und zu mal lauter, aber viele schienen eher dem Suff zu frönen – darunter etliche, die in dieser Saison noch nie bei einem VfB Auswärtsspiel zugegen waren. Aufgrund der rassistischen Beleidigungen und dem erneuten Fehlverhalten des NFV („Die Rasissmusvorwürfe halte ich für unrealistisch. Mit Wolfsburg gab es in dieser Richtung noch nie Probleme“ Zitat von NFV Vorsitzenden Stebani) präsentierten wir ein entsprechendes Spruchband: „Aufwachen NFV: Rassismus stoppen!“. Nicht zum ersten Mal wurden rassistische Vorkommnisse in der Regionalliga vom Verband heruntergespielt. Als Beispiele seien hier die Beleidigungen gegenüber Mo Aidara im Norderstedtspiel in der vergangenen Saison, der rechte Arm von Maik Lukowicz gegen Lübeck 2014 oder die wiederholten homophoben Ausfälle von Lübecker Fans genannt. Auch das CD zeigte sich solidarisch mit dem Betroffenen und positionierte sich antirassistisch.

VfB Oldenburg – VfL Wolfsburg

Der Schlusspfiff ertönt. Pfiffe schallen durch die sonnendurchflutete Betonschüssel. Die Gäste feiern. Mit 1:2 verliert unser Team gegen den Nachwuchs des VfL Wolfsburgs, in einem überaus wichtigen Spiel. Für Nichtanwesende könnten Assoziationen zum Drochtersen / Assel Kick entstehen. Doch weit gefehlt. Die Pfiffe gelten dem Schiedsrichtergespann und dem Gästeteam. Die Blau-Weißen Kicker wurden am Zaun auf Grund der kämpferischen Leistung abgeklatscht. Irgendetwas ist anders als sonst.

Zwei verletzte Spieler, eine wohl längere Rotsperre, rassistische Beleidigungen, Besucher*innenrekord in dieser Saison, eine Choreographie, mehre Tätlichkeiten, fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen, ein Facebookaccount, eine zehnminütige Spielunterbrechung und ein komplett austickendes Stadion: So lauten die Stichpunkte, um die sich an dieser Stelle ein Spielbericht spinnen ließ. Belassen wir es aber hierbei:

Fr 15.04.16 – 19:30 BV Cloppenburg – VfB Oldenburg
Di 19.04.16 – 18:15 VfB Oldenburg – VfV 06 Hildesheim
So 24.04.16 – 15:00 VfB Oldenburg – ETSV Weiche Flensburg
Fr 29.04.16 – 20:00 SV Drochtersen/Assel – VfB Oldenburg
So 08.05.16 – 15:00 VfB Oldenburg – Eintracht Norderstedt
Sa 14.05.16 – 14:00 Hamburger SV II – VfB Oldenburg
Sa 21.05.16 – 14:00 VfB Oldenburg – SV Meppen
Mi 25.05.16 – 19:00 VfB Oldenburg – Jahn Regensburg / Wacker Burghausen
So 29.05.16 – 15:00 Jahn Regensburg / Wacker Burghausen – VfB Oldenburg

Jetzt mehr denn je!

VfB Oldenburg – TSV Schilksee

Mit 7:0 bezwang unser Team den Tabellenletzten. Nach einer 2:0 Halbzeitführung, brachen in der zweiten Hälfte alle Dämme und Schilksee wurde vom Platz gefegt. Nur die Chancenauswertung war nicht optimal. Es hätte zweistellig ausgehen können. Das ist aber wiederum Genörgel auf hohem Niveau.

Trotz zweier schmerzhafter Niederlagen in Folge, des verkaufsoffenen Sonntags, Flohmärkten und sportlichen Konkurrenzveranstaltungen kamen wieder über 1900 Besucher*innen ins Marschwegstadion. Auf den Rängen wurde der Frust der letzten Spiele weggesungen und so gab es einen sehr feinen Support. Auch die Tribüne war bestens aufgelegt. Wolfsburg kann kommen.

BSV Rehden- VfB Oldenburg

Der Sportplatz in Rehden ist für den VfB kein gutes Pflaster. Der letzte Sieg liegt acht Jahre zurück. Auch unabhängig vom sportlichen Geschehen und abgesehen von der einen oder anderen Radtour war und ist Rehden keine besondere Reise wert. Überhöhte Eintrittspreise, eingezäunte Gästeblöcke, schlechte Stadionmusik und ein unfreundlicher Service sprechen für sich. Da der Verein nicht über ausreichend Ordnungskräfte verfügte (dafür aber umso mehr Polizei) bat er im Vorfeld den VfB darum, eigene Ordnungskräfte zu stellen. Dies führte dazu, dass sich ein Großteil der Fans Warnwesten besorgte und damit den Gästeblock betrat. Die Stimmung im Block hielt sich zunächst in Grenzen. VfB Trainer Dietmar Hirsch stellte sein Team auf einigen Positionen um, welches sich trotz des starken Windes und der schweren Bespielbarkeit des Platzes darum bemühte, den Rehdener Strafraum zu entern. Leider ohne Erfolg. Rehden machte die Räume eng und kam zu mehreren Chancen, die aber ebenfalls nicht genutzt werden konnten. Torlos ging es in die zweite Hälfte.

Im Gästeblock wurde es zusehends lauter. In der 70. Minute wurde der Support zwischenzeitlich eingestellt, nachdem sich der Rehdener Spieler Danny Arend einen Schien- und Wadenbeinbruch zuzog. Auch das Spiel musste mehrere Minuten unterbrochen werden, da kein Rettungswagen vor Ort war. Bereits in der ersten Halbzeit kam es deswegen zu Problemen, nachdem ein Fan im Gästeblock kollabierte.

Kurz nach dem Wiederanpfiff konnten die Rehdener in Führung gehen. Dabei blieb es letztlich und der VfB musste seine erste Niederlage in der Liga nach 22 Spielen hinnehmen. Kein gutes Wochenende für den VfB, aber dennoch kein Grund für Weltuntergangsstimmung. Schon gar nicht als langjähriger VfB Fan.

VfB Oldenburg – SV Drochtersen / Assel (Pokal)

In dieser Saison scheint bisher einiges anders zu laufen als sonst. Warum nicht auch einmal ein Entscheidungsspiel gewinnen? Der Gegner allerdings war, anders als es der Doppelname vermuten ließ, eine undankbare Aufgabe. Mit Drochtersen/Assel war es nicht nur ebenfalls ein Regionalligist, sondern auch der Vierplatzierte der Liga, der schon seit Monaten auf das wichtigste Spiel seiner Vereinsgeschichte hin fieberte. So ist es auch zu erklären, dass sich über 800 Kehdinger*innen auf den Weg nach Oldenburg machten. In der Liga war es zuvor knapp es ein Zehntel davon.

Zum Einlaufen der Mannschaften hatte das Commando Donnerschwee eine Choreo vorbereitet. „Nehmt die letzte Hürde“ lautete der Titel der animierten Choreographie. Eine hürdenlaufenden VfB Zitrone übersprang die bisher im Pokal besiegten Vereine. Als der letzte, Drochtersen / Assel, an der Reihe war, wurde ein schick gemalter DfB Pokal hochgezogen und sollte es einen Konfettiregen geben. Letzterer scheiterte leider am Publikum, welches das Konfetti unkoordiniert und zu früh warf. Das könnte bei über 6000 Besucher*innen vielleicht auch absehbar gewesen sein.

Da wir gerade beim Thema Besucher*innen wären: Das Spiel zog einerseits viele nette Menschen, die wir gerne wieder im Block sehen würden. Anderseits auch solche, die während und nach dem Spiel durch sexistische und/oder homophobe Beleidigungen auffielen. Das ist ein kleiner Vorgeschmack auf die dritte Liga, sofern wir es denn packen und sicherlich auch ein Problem, welches im Falle eines Aufstiegs von der gesamten Fanszene in den Griff bekommen werden muss.

Spielerisch zeigte unser Team in den ersten 30 Minuten, dass es in den DfB Pokal wollte. Leider blieben drei Großchancen ungenutzt. Nach den ersten 30 Minuten wurden die tief stehenden Gäste aktiver und kurz vor der Halbzeit konnten sie in Führung gehen. Der Support war gerade in der Anfangszeit ziemlich gut. Leider wurde ohne Vorsänger*in agiert, sodass im weiteren Verlauf des Spiels die Koordination fehlte. Als wäre das nicht schon doof genug, so gab auch die Trommel nach 25 Minuten ihren Geist auf. Durch Improvisationsfähigkeit konnte dieser Missstand halbwegs wettgemacht werden. Besonders gut waren allerdings die Hüpfaktionen, an denen sich viele Leute beteiligten. Auch der Fahneneinsatz wusste zu überzeugen. Erfreulich: Anders als erwartet gab es heute kein permanentes „Fahne runter!“ Geblöke.

Wenige Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, da konnte Drochtersen /Assel auf 0:2 erhöhen. Unser Team gab jedoch nicht auf und es war ein deutliches Bemühen erkennbar. Leider ist es für das Spiel unserer Elf bezeichnend gewesen gewesen, dass der Anschlusstreffer durch einen Elfmeter fiel. Gegen das Abwehrbollwerk der Blau-Roten fand unser Team kein probates Mittel.

Und so sackten die Blau-Weißen mit dem Schlusspfiff zusammen, während die Gäste zusammen mit ihren Fans feierten. Manche Dinge in entscheidenden Spielen scheinen sich in Oldenburg kaum zu ändern.

VfB Oldenburg – Goslarer SC

An diesem Sonntagnachmittag trat der VfB daheim bei bescheidenen Wetter gegen den Goslarer SC an. Hätte es zuvor nicht geregnet, wären vielleicht etwas mehr als die 2.168 Zuschauer*innen ins Stadion gekommen. Zu Beginn zeigte das CD eine Tapete, hinter der sich die anwesenden Leute einhakten. Der gewünschte Effekt blieb leider aus. Insgesamt war die Stimmung in Block J eher zurückhaltend. Auch auf dem Platz tat sich nicht viel. Es kam in der ersten Halbzeit zu wenigen Chancen und der VfB trat insgesamt etwas emotionslos auf. In der zweiten Hälfte erhöhte der VfB den Druck, allerdings wurden die Chancen nicht genutzt, so dass es am Ende bei einem torlosen Unentschieden blieb. Vielleicht ein Dämpfer zur richtigen Zeit. Schließlich sollte am Samstag darauf ja das entscheidende Pokalspiel anstehen.

26.03. – 15:00 – Pokalspiel gegen Drochtersen/Assel

Lüneburger SK – VfB Oldenburg

Bardowick: Kein sonderlich klangvoller Name. Hier fristet der Lüneburger SK (Hansa) seit geraumer Zeit sein Dasein. Es ist kein Vergleich zum alten Stadion am Wilschenbruch mit seiner denkmalgeschützten Holztribüne. Vieles hier ist ein Provisorium und der Gästeblock einer der schlechtesten der Liga. Die 10€ Eintritt sind dafür sehr happig. Trotz der etwas widrigen Umstände zeigten die rund 200 mitgereisten VfB Fans eine kleine Choreo. Das CD hatte hierfür das Spruchband „Wir sind das letzte… doch werden die Ersten sein“ und einige Fahnen im Gepäck.

In der ersten Hälfte gab es auf beiden Seiten kaum größere Chancen zu sehen. Nach 40 Minuten sah Canizales-Smith überdies die Ampelkarte. Folglich musste unser Team 50 Minuten mit einer Person weniger spielen. Doch angetrieben von einem gut aufgelegten Auswärtsblock ließen die Blau-Weißen nichts anbrennen. Wenige Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, da versenkte Ficara die Kugel. Die Halbzeitbiere flogen durch den Block und die Spieler wurden am Zaun gefeiert. Nun folgte mehr als 40 Minuten ein taktisch kluges Spiel der unseren, die das 1:0 über die Zeit brachten. Nach diesem Kraftakt auf Rasen und Rängen, ließ es sich Geburtstagskind Thorsten Tönnies nicht nehmen den Zaun zu entern. Und so wurde dieser wichtige Sieg gebührend zusammen gefeiert.

VfB Oldenburg – VfB Lübeck

Bereits weit vor Spielbeginn machten die Lübecker Anhänger*innen negativ auf sich aufmerksam. Mehrfach skandierten sie homophobe Gesänge wie „Schwule – Schwule“, „Jetzt oder nie Homophobie“ und ähnliche Peinlichkeiten. Unser Stadion-DJ reagierte richtig und legte Songs u.a. von den Pet Shop Boys, Frankie goes to Hoolywood auf. Nachdem ein „YMCA“ durch die Boxen schallte und es von einigen Leuten in unserem Block performt wurde, hatten die Grün-Weißen die Message vorerst verstanden und ließen kurzzeitig von ihrem menschenverachtenden Treiben ab.

Insgesamt waren es über 2500 Zuschauer*innen, die die Tore des Marschwegstadions passierten. Das Commando Donnerschwee zeigte zum Einlaufen der Teams eine Choreo, die sich der Stadionthematik widmete. Ein „Oldenburg braucht ein neues Fußballstadion“ Banner wurde vom Zaun heruntergelassen und eine größere Blockfahne mit den möglichen Umrissen des Nordweststadions gezeigt.

Der Support auf der Gegengerade startete gut, glitt aber mit zunehmender Spieldauer in die Mittelmäßigkeit ab. Der Gästeblock zeigte auch nur durchschnittliche Kost, garniert mit einigen homophoben Ekelhaftigkeiten. Überhaupt hatte Lübeck wenig Material mitgenommen. Außer zwei Fahnen und einen Halter gab es auch nichts in Richtung Autobahn zu sehen. Fast nichts:

Ein paar Minuten waren gespielt, da versuchten lübecker Fans eine Fahne am Zaun zu präsentieren. Nachdem sie mehrere Minuten gegen den Wind und ihren mutmaßlichen Alkoholpegel ankämpften, gaben sie ihr Unterfangen auf und befestigten den Fetzen seitlich am Zaun. Letztendlich konnten wir vor Ort nur vermuten, welche Botschaft sie uns mitteilen wollten. Erst auf Fotos wurde uns bewusst, welches Motiv uns gezeigt wurde:

In einem Kreis war eine Person abgebildet, die auf eine pinke, am Boden liegende Person einschlug. Beschriftet war das Ganze mit „Good Night Gay Pride“. Auch der Hintergrund des Motivs strotze vor Widerwertigkeit: Links war eine Rote Fahne angedeutet, in der Mitte mehrere Personen in weißen Hemden. Rechts war eine Person in brauner Uniform gedruckt. Bei der Suche nach dem entsprechendem Motiv, stießen wir schnell auf dieses Blog:

http://gayburg.blogspot.de/2015/05/i-neonazisti-minacciano-il-pavia-pride.html

Bei der Fahne handelte es sich um einen Druck des im Artikel gezeigten Bildes. Die Uniform wurde einem sogenannten Braunhemd nachempfunden: Der Parteiuniform der NSDAP. Um welche rote Fahne es sich auf dem Bild gehandelt hat, dürfte somit leicht zu erraten sein. Das italienische Blog auf dem das Bild veröffentlich wurde, erscheint hingegen nicht homophob oder gar neonazistisch zu sein – im Gegenteil. Aus dem verlinkten Artikel geht hervor, dass das „Good Night Gay Pride“ Motiv von italienischen Neonazis genutzt wurde, um gegen Pride Paraden zu hetzen. Unklar ist uns jedoch, ob dies im Zusammenhang mit dem Hintergrundbild passierte oder ob es sich um eine Montage handelt, um die Nähe des Motivs zum Neonazismus zu verdeutlichen. Klar ist hingegen, dass die Lübecker*innen das Bild benutzten, um gegen homosexuelle Menschen zu hetzen und im gleichen Atemzug den Nationalsozialismus glorifizierten.

Interessant waren auch die Reaktion der restlichen VfB Lübeck Fans auf das Banner: Es gab keine. Vielmehr stimmte der Großteil der Personen im Gästeblock in die homophoben Gesänge mit ein. Es fühlte sich zudem niemand dazu berufen das Banner abzuhängen.

Gespielt wurde übrigens auch noch. Mit einem 3:1 (0:0) schickten wir die homophoben Vollhonks nach hause. Die meisten Lübecker*innen verließen bereits zur 80. Minute das Stadion. Wir hoffen an dieser Stelle, dass es ihnen in Oldenburg nicht gefallen hat.

28.02. – 14:00 – VfB Oldenburg – VfB Lübeck

VfB Oldenburg – FC St. Pauli II

Trotz Schmuddelwetters wurde die Partie der Blau-Weißen gegen die Zweitvertretung aus Hamburg am Sonntag angepfiffen. Zu Beginn des Spiels gab es vom CD eine kleine Chroeo zum Derbysieg. Außerdem hing vorm Block nach längerer Zeit mal wieder eine VfB Oldenburg Zaunfahne. Auf dem Platz sahen wir ein kampfbetontes Spiel gegen die Zweite Mannschaft von St.Pauli, die mit Spielern der Profimannschaft unterstützt wurde. Nach zwölf Minuten traf Kapitän Tönnies zum 1:0. Danach dominierte der VfB das Spiel gegenüber einer defensiv eingestellten Mannschaft und konnte sich ein paar Chancen erspielen.

Nach der Pause präsentierten wir anlässlich des Valentinstag ein „Free Valentin“ Spruchband. Auf dem Platz, der sich zusehends zu einem Acker entwickelte, passierte nicht mehr all zu viel. Entscheidende Zweikämpfe gewann der VfB und so konnte unser Team am Ende verdient als Sieger vom Platz gehen. Ein wichtiger Arbeitssieg auf dem Weg zur Meisterschaft. Läuft.

SV Meppen – VfB Oldenburg

Das erste Spiel im Jahr 2016 sollte gleich das Derby gegen den SV Meppen sein. Rund 200 der 600-700 Oldenburger*innen entschieden sich heute für die Zugfahrt ins Emsland. Abgesehen von der recht martialisch auftretenden Polizei, ging es ohne nennenswerte Ereignisse zu Fuß zum Stadion.

Zum Einlaufen der Teams hatten beide Seiten eine Choreographie vorbereitet. Ein „Es gibt nichts auf der Welt, was uns besser gefällt“ prangte im 200xer Ultras Liberi Retrostyle zusammen mit einem SV Meppen Schriftzug im Heimbereich. In der Gästekurve zeigte das Commando Donnerschwee eine Choreo unter dem Motto „Huntestadt Oldenburg“. Mit Glitzerfolie, Sternen und etwas Pyro gab es ein recht geschlossenes Bild.

Stimmungstechnisch legten beide Kurven gut los, wobei der Support im Heimbereich nach etwa 20 Minuten spürbar nachließ. In der 11. Minute hatte Kifuta den Ball zum 1:0 eingenickt und wenige Minuten später erhöhte Ficara den Spielstand mit einem Wembleytor auf 2:0. Nach 36 Minuten konnte Kifuta auf 3:0 ausbauen. Mit dem Pausenpfiff konnte der SVM den 3:1 Anschlusstreffer erzielen.

Zur zweiten Hälfte zeigten wir unser erstes Spruchband „Ampsivarier? Ihr wollt uns doch versCHAUKElN“, welches sich auf die Meppener Choreo gegen den 1. FC Köln im DfB Pokal bezog. Sicherlich muss den Emsländer*innen zugestanden werden, dass sie erkannten, dass Köln eine von Rom gegründete Metropole und Meppen ein emsländisches Dorf ist. Letztendlich ist aber dieser geschichtliche Rückgriff ein gewaltiges Eigentor gewesen. Zum einen ist Germanenkult ziemlich uncool, zum anderen waren es die damals im Raum Oldenburg lebenden Chauken, die die Ampsivarier aus ihren Siedlungsgebieten vertrieben. Die Spur der „Ems-Männer“ verliert sich irgendwo in Franken.

Der Anschlusstreffer hatte offenbar auf der Heimseite die Hoffnung genährt, vielleicht doch noch etwas reißen zu können. So bemühte sich die Szene Meppen ums Supporten. Sie konnte aber dem euphorischen Support aus dem Gästeblock wenig entgegensetzen. Nach den ersten 10 Minuten wurde im Meppener Block die Tapete „Regenbogenfahnen Instagram & kindische Schmierereien – ist das euer Leben für den Verein?“ präsentiert. Etwas enttäuscht sind wir darüber, dass nur das Wort „Regenbogenfahnen“ bunt unterlegt wurde. Es wäre doch dufte gewesen einen Insta-Filter für das Wort Instagram zu benutzen und die „kindischen Schmierereien“ mit der Dose auszugestalten. Nichts desto trotz präsentierten wir im Gegenzug ein Spruchband, welches wir auf Grund homophober und antisemitischer Anfeindungen beim letzten Gastspiel in Meppen im Gepäck hatten: „Gegen Homophobie und Antisemitismus!“.

Nach dem Meinungsaustausch per Tapete folgte prompt das 4:1 durch ein Traumtor von Winkelmann. Danach herrschte Partystimmung im Gästebereich. Der Heimbereich beließ es fortan beim gelegentlichen Gepöbele. Als Engel in der 68. Minute das 5:1 markierte, verließ zudem die Hälfte der knapp 3500 Zuschauer*innen das Stadion. Der verbliebene Rest an Heimfans durfte sich die Feier im Gästeblock plus einiger Verballhornungen antun. Das Präsentieren einer gedruckten Fanclubfahne dürfte noch zur Ehrenrettung der Szene Meppen nach dem Ultras.ws-Kodex beitragen.

Nach der Feierei mit unserem Team ging es zurück zum Bahnhof. Außer den üblichen pöbelnden Kindern aus Meppen war auf der Straße wenig los.

Alles im Allem war es ein Derby, an das wir uns auf Grund des Ergebnisses gerne zurückerinnern werden. Schön war es, dass anders als in der letzten Saison keine Seite auf den Support auf Grund von Polizeieinsätzen verzichtete, beziehungsweise verzichten musste.

7.02.16 – Derby in Meppen!

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Via Fanszene Oldenburg auf Facebook.



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