VfB Oldenburg – SV Drochtersen / Assel

Immerhin knapp 2300 Personen zog das Spiel gegen die Mannschaft aus dem Raum Stade ins Marschwegstadion. Zu Spielbeginn präsentierte unsere Gruppe eine kleine Choreographie: Ein „Refugees Welcome“-Banner wurde vor dem Wellenbrecher gehalten, einige Folienschals dahinter und zudem das bekannte Motiv mit der flüchtenden Familie präsentiert. Anlässlich der Antirassistischen Aktionswochen wollten wir hiermit Bezug auf die derzeitige Debatte nehmen und noch einmal diesbezüglich ein klares Statement setzen. Wir bedanken uns bei allen, die mitgeholfen haben, insbesondere beim OL’s Bluemuckl Club, der uns tatkräftig unterstützte.

Spielerisch hatte unser Team in der ersten Hälfte die Nase weit vorn. Zwar kam auch der SV D/A zu Chancen, jedoch hätte unser Team zur Halbzeit bereits zwei bis drei Tore erzielen können. Ein augenscheinlich regulärer Treffer von Tönnies wurde in der 27. Minute aberkannt. Ansonsten war es dem Asseler Torwart zu verdanken, dass es zu Halbzeit immer noch 0:0 stand. In der zweiten Hälfte bot sich ein anfangs ähnliches Bild. Doch immer mehr rückte der Schiedsrichter Porsch in den Fokus, der sehr kleinlich pfiff und den Spielfluss oftmals zum Stocken brachte. In der 64. Minute wurde ein weiterer Treffer von Tönnies nicht gegeben, wobei hier die Abseitsposition klarer erkennbar war, als beim ersten Treffen. In der 68. Minute konnten die Gäste in Führung gehen. Danach folgten einige größere Chancen für uns, ehe Hadzhiev nach 85. Minuten den Ausgleich erzielen konnte. Mit Anbruch der Nachspielzeit kam es zu einer weiteren strittigen Entscheidung, bei der Laabs im Strafraum zu Fall gebracht und der Elfmeter verwehrt wurde.

Trotz des spannenden Spiels war der Support auf der Gegengerade eher mäßig. Als gegen Ende des Spiels unser Team auf den Siegtreffer drängte schaltete sich fast das gesamte Stadion ein und sorgte für einen beeindruckenden Lautstärkepegel. Unsererseits bleibt nur noch ein Spruchband zu einer zeitgleich in Köln stattgefundenen Demo zu erwähnen: „HoGeSa ist und bleibt Nazischeiße!“.

Aus Assel waren ca. 70 Fans mitgereist, von denen sich circa zwanzig öfters verbal bemerkbar machten. Sicherlich ist das jetzt nichts weltbewegendes aber für einen „Dorfclub“ durchaus passabel.




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