VfB Oldenburg – SV Drochtersen/Assel

Einige bekannte Gesichter fehlten im Block. Die Stadionverbote vom letzten Derby in Meppen sind mittlerweile eingetroffen. Wäre das schon nicht beschissen genug, so scheint derzeit viel unternommen zu werden, um auch die restlichen Zuschauer*innen aus dem Stadion zu vergraulen. Sportlich läuft es nicht, der Bierpreis wurde angehoben (4,40€ für 0,5l bzw 2,90€ für 0,3l), die Stadionmusik ist grauenhaft geworden und die Fanbeauftragten sind sicherlich auch nicht ohne Grund von ihrem Amt zurückgetreten. Hinsichtlich dessen ist es mehr als beachtlich, dass immer noch 1400 Menschen die Stadiontore passierten. Sollten die Entwicklungen weiter anhalten, werden es wohl langfristig deutlich weniger werden.

Der Support startete gut. Nach sieben Minuten kam jedoch kurz Stille auf: Die Gäste gingen in Führung. Bis zur Halbzeit gab es dann einen eher durchschnittlichen Heimspielsupport.

Nach der Halbzeit wurde nur noch sporadisch supportet, da der Ordnungsdienst in der Pause versuchte die Kommunikation am Zaun zwischen den ausgesperrten VfB Fans und den Menschen im Stadion zu unterbinden.

Wir zeigten noch das Spruchband „Nein zum Polizeistaat – Gegen §113 Verschärfung“, mit dem wir auf eine sehr negative Entwicklung aufmerksam machen wollen. Es ist von der Bundesregierung angedacht, den angesprochenen Paragraphen so zu ändern, dass eine Verurteilung in einem Widerstanddelikt automatisch zu einer Freiheitsstrafe führen kann. Aus den Erfahrungen mit der Polizei ist bekannt, dass Polizist*innen häufig einen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte anzeigen, um sich rechtlich abzusichern. So führen zum Beispiel Anzeigen wegen Körperverletzung oder ähnliches häufig zu Gegenanzeigen der Polizei. Im schlimmsten Fall kann es also passieren, dass irgendwer, der/die unbeteiligt in eine Situation hinein gerät und von der Polizei einen auf die Nuss bekommt, sogar noch mit einer Freiheitsstrafe bedacht wird.

Mit dem Spruchband „Zur Caprisonne, zur Freiheit“ spielten wir auf die sogenannte Caprisonnenaffäre an, die beim letzten Heimspiel zu einem kurzen Ordnereinsatz im Block und zu einer, mittlerweile rückgängig gemachten, Änderung der Stadionordnung führte. Nach dem Spruchband hallte noch ein lautes „gegen alle Stadionverbote“ durchs weite Rund und es wurden die Sachen gepackt und der Block verlassen. Die beiden Tore, das 0:2 und der Anschlusstreffer durch Adomako verpassten wir, das Commando Donnerschwee sowie einige solidarische Fans somit.

FC Zetel – VfB Oldenburg [Damen]

An einem sonnigen Freitagabend spielten die Damen in Zetel. Einige wenige Fans machten sich auf, um dem Kick beizuwohnen, welcher sich als spannend herausstellte, da die Blau-Weißen lange Zeit brauchten, um in das Spiel zu kommen. Nach einer Ecke konnten die Gegnerinnen in Führung gehen und nahmen diese auch mit in die Pause. Danach erhöhte der VfB den Druck und Naomi Brenneis konnte kurz darauf für uns den Ausgleich erzielen. Das Spiel wurde zusehends besser und innerhalb kürzester Zeit folgten zwei weitere Tore durch Ricarda Scheling und Janina Talea Brake. Am Ende blieb es beim verdienten 3:1 Auswärtssieg.

VfB Lübeck – VfB Oldenburg

Vor dem Spiel ließen es sich einige Grün-Weiße nicht nehmen sich hinter einem fünf Meter hohen Zaun am Gästeblock zu zeigen. Der Austausch von Getränken und Freundlichkeiten schien der Polizei nicht zu gefallen und so wurden gegen die blau-weißen Fans Hunde und Pfefferspray eingesetzt. Die eingesetzten Beamt*innen wirkten in der Situation überfordert. Kurzzeitig hatte sich sogar ein Polizeihund losgerissen und lief frei herum. Nach einer Einlasssperre am Eingang ging es ins Stadion, wo gleich unsere Spruchbänder vom Ordnungsdienst einkassiert wurden. Als Begründung wurde, neben der fehlenden Anmeldung – wir haben schließlich keine Fanbeautragten mehr – der Angriffsversuch der Lübecker Fans angeführt.

Zum Spiel selbst: Lübeck war das etwas bessere Team und hat unter dem Strich nicht unverdient gewonnen. Letztendlich hätte es aber in der ersten Hälfte zählbares für uns geben müssen. Das 2:0 geht aber auf Grund der schwachen zweiten Hälfte in Ordnung.

Auf den Rängen gab es einen klaren Sieg für uns. Nur zu Spielbeginn und nach den Toren konnte die Pappelkurve überzeugen. 120 Gästefans, die permanent und lautstark supporten und einen guten Materialeinsatz zeigen, sind für den mittlerweile kleinen Haufen Lübecker*innen, dann doch einfach zu viel. Das CD zeigte ein Spruchband bezüglich der neuen Stadionverbote, während sich die Pappelkurve per Tapete auf die angedachte Änderung von §113 StGB bezog. Homophobe Gesänge konnten zur Abwechslung nicht vernommen werden und auch nach dem Spiel passierte nichts mehr.

Transparent Magazin Ausgabe 20

Gegen Drochtersen/Assel am ETRG-Stand erhältlich:

INTERVIEW MIT PETER NEURURER
Peter Neururer ist seit mehreren Jahrzehnten Fußballtrainer. Der ehemalige Coach von Vereinen wie VfL Bochum und dem MSV Duisburg nimmt aber auch regelmäßig zu Themen neben dem Platz Stellung. Wir sprachen mit dem Kulttrainer über die Pyrodebatte, Traditionsvereine und seine eigene Zukunft.

DIGITALE KURVE
Sie verabreden sich online zu Fahrgemeinschaften, gründen Fanclubs, organisieren vielbeachtete Aktionen. Fans sind seit Beginn des World Wide Web im Netz aktiv. Von der kleinen Fanpage zur professionellen Website, vom Hashtag zur Aktion mit 40.000 Teilnehmenden. Die Kurve wird immer digitaler – auch wenn viele Ultras sich nach wie vor schwer damit tun.

WIE POLITIK UND FUSSBALL LEIPZIG SPALTEN
»Wir hauen die Lokis ganz einfach tot, dann ist die Prager Straße wieder rot«, heißt es in einem berühmten Fangesang, der regelmäßig von Chemie-Leipzig-Anhängern intoniert wird. Martialisch, hasserfüllt, radikal. Nur einige Attribute, die Außenstehende mit dieser Textzeile assoziieren. Schlichte Provokation oder teilweise Realität? Einige Antworten lieferten die Begleiterscheinungen des Leipziger Pokalderbys im November 2016. Eine Momentaufnahme.

UMSTRITTENES SPEZIALGESETZ
Vor fünf Jahren ist in der Schweiz das sogenannte Hooligan-Konkordat aktualisiert worden. Es bildet die Grundlage für zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen, wie Betretungs- und Stadionverbote oder Meldeauflagen für Fans. Was das Spezialgesetz beinhaltet, welche Folgen es hat, und was die verschiedenen Akteure dazu sagen.

BLINDENFUSSBALL BEIM BVB
Seit dem 1. Januar 2017 hat Borussia Dortmund eine Blindenfußballmannschaft sowie Torballmannschaften in seine Fußballabteilung integriert. Doch die Geschichte dieser Mannschaften ist deutlich älter und kann auf einige Titel zurückblicken. Die Spieler und Spielerinnen sind über die Zusammenarbeit mit dem BVB begeistert. Und auch für Spieler anderer Blindenfußballmannschaften haben die Dortmunder an Attraktivität gewonnen.

FOTOPROJEKT ÜBER FRAUEN IN DER 1860-FANSZENE
Anfang Januar ist in München die Ausstellung »Sechzge, Oide! Löwin mit Leib und Seele« gezeigt worden. 350 Besucherinnen und Besucher konnten dabei 60 Portraitaufnahmen weiblicher Löwenfans begutachten. Organisiert wurde die Ausstellung von den »Löwenfans gegen Rechts«. Wir zeigen ausgewählte Aufnahmen.

KARL-LIEBKNECHT-STADION
Unsere aktuelle Fotostrecke.

UNTERWEGS IN…
Für diese Ausgabe waren wir in Bukarest und Macau.

http://transparent-magazin.de/blog/impressionen-ausgabe-20/

Eintracht Wildenloh – VfB Oldenburg [Damen]

Vor den Toren der Stadt musste unser Team gegen die Eintracht aus Wildenloh antreten. Das trockene aber kühle Wetter lockte gerade einmal 15 bis 20 Menschen an die Seitenlinie des Sportplatzes. Auf dem Rasen gab es aber das gewohnte Bild: Die Gastgeberinnen kamen in der ersten Hälfte nicht einmal in die Nähe unseres 16ers. Allerdings dauerte es auch 26 Minuten bis eine Möglichkeit verwandelt wurde. Dorota Dirksen ließ die wenigen mitgereisten VfB Fans jubeln. Knapp acht Minuten später konnte Vanessa de Bloom die 0:2 Pausenführung erzielen. Wenige Momente nach dem Seitenwechsel schoss Laura Koch das 0:3. Den Schlusstreffer für Blau-Weiß setzte Neuzugang Naomi Brenneis in der 64. Minute. Drei Minuten später konnten die Gastgeberinnen einen Treffer verbuchen. Dieser hatte allerdings keine weiteren Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf und so blieb es beim verdienten 4:1. Nächste Woche sind die Verfolgerinnen aus Wiefelstede zu Gast. Leider wird das Spiel am gleichen Tag, wie der Kick der 1.Herren in Lübeck, ausgetragen.

Egestorf-Langreder – VfB Oldenburg

Trotz sportlich durchwachsener Leistungen in den letzten Spielen reisten rund 130 VfB Fans mit zwei Bussen, per Bahn oder mit dem Auto an. Gegen den NfV-Verein aus Barsinghausen gab es in einer schwachen Partie einen 0:1 Erfolg durch ein Tor von Kramer in der 31. Minute.

Der Support im Gästeblock war in Ordnung und Heimfans waren keine zu vernehmen. Das Commando schaffte es entgegen harter Kontrollen einen verbandskritischen Banner im Stadion zu zeigen. Wir gratulierten per Tapete der Rasensportguerilla zum fünfjährigen Bestehen und verabschiedeten die scheidenden Fanbeautragten mit einer weiteren: „Danke Frauke und Ray!“.

SG Rastede/Wahnbek/Büppel II- VfB Oldenburg [Damen]

Am Samstagabend stand unter Flutlicht das Spiel gegen die Spielgemeinschaft aus Rastede, Wahnbek und Büppel an. Dieses lockte ca. 70 Besucher*innen an den Kunstrasenplatz an der Maastrichter Straße an.

Die Gäste zeigten eine beherzte Leistung und machten das Spiel unserer Frauen sichtlich schwer. So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste in der 35. Minute mit 0:1 in Führung gingen. In der zweiten Halbzeit gab es zwar zahlreiche Chancen für unsere Frauen aber es sprang nur ein Tor dabei heraus. Dieses gelang in der 90. Minute durch einen Elfmeter, den Denker sicher verwandeln konnte. Am Ende stand eine gerechte Punkteteilung und der erste Punktverlust der Damen.

Linke Politik und Fußball – wie passt das zusammen?

Via PunkAplatz Oldenburg

VfB Oldenburg – VfV Hildesheim

Vor offiziell 1327 Zuschauer*innen setzte es eine 0:1 Heimpleite gegen das defensivstarke Team aus Hildesheim. Erwähnenswert sind noch zwei Ampelkarten in der Schlussphase, beide wegen Meckern und Foulspiel.

Der Support startete ganz gut. Einzig der Wind störte Anfangs beim setzen optischer Akzente. Ab Mitte der zweiten Hälfte wurde der organisierte Support eingestellt und nur noch situationsbezogen unterstützt. Aus Hildesheim waren knapp 25 Fans angereist, die hin und wieder durch einfache Fangesänge auffielen. Zaunbeflaggung und ähnliches konnte nicht ausgemacht werden.

Eintracht Braunschweig II – VfB Oldenburg

Rund 40 bis 50 VfB Fans fanden sich unter den 220 Zuschauer*innen am Mittwochabend in Braunschweig ein. Im Gästeblock gab es einen durchgängigen und für die Anzahl der Mitfahrer*innen, lautstarken Support der Blau-Weißen. Auch auf dem Feld war das Team aus Oldenburg überlegen. Nach 28 Minuten ging unser Team durch ein Tor von Kramer verdient in Führung. Zwar hatte der BTSV auch einige Chancen aber zur Halbzeit hätte es durchaus schon 2:0 für die Gäste stehen können. Tönnies markierte in der 80. Minute das 2:0, ehe die Löwen in der 84. Minute den Endstand erzielen konnten. Support für den BTSV gab es keinen. Einige Braunschweiger Fans fielen gegen Ende des Spiels durch etwas Gepöbel und homophobe Gesänge auf.

VfB Oldenburg – Weiche Flensburg

Vor 1260 Zuschauer*innen verlor unser Team gegen Flensburg. Die Fördekicker gingen trotz guter Anfangsphase unseres Teams nach 15 Minuten in Führung. In der 34. Minute konnte Henri Aalto den Ausgleich erzielen, ehe die Gäste nach 64 Minuten den Schlusspunkt setzten. Der Einsatz unseres Teams stimmte zwar, dennoch fand es kein probates Mittel gegen das Topteam aus Flensburg. Es gibt zwar andere Gegner gegen die eine Niederlage schmerzlicher gewesen wäre, eine Werbung für den Fußball in Oldenburg und Appetitanreger für die kommende Saison war dieser Kick sicherlich nicht.

Ebenso wie auf dem Rasen begann das Treiben auf den Rängen ziemlich gut, es passte sich aber den Gegebenheiten an. Aus Flensburg waren circa 10 Fans angereist, die sich in der ersten Hälfte akustisch bemerkbar machten.

Antifaschistischer Fußball-Treff

Jeweils am zweiten Montag im Monat

Kneipe, Musik und schnacken.

Save First Vienna FC!
Seit dem Tod des Hauptgeldgebers steht der älteste Verein Österreichs auf einmal vor dem Konkurs statt vor der Rückkehr in den Profifußball, wie es zu Saisonbeginn geplant war. Wie die laufende Saison finanziert wird steht in den Sternen. Da wir vom AFT die Werte der Döblinger Fanszene teilen, wollen wir gemeinsam mit euch ein paar Spenden sammeln und der Fanszene zukommen lassen, um ihren Verein zu retten.
ANTIFA ULTRAS UNITE!

Antifaschistischer Fußball-Treff

VfB Oldenburg – Lupo Martini Wolfsburg

Das triste Februarwetter und der sportlich nicht sonderlich attraktive Gegner lockten nur 1300 Zuschauer*innen ins Marschwegstadion. Gästefans konnten keine ausgemacht werden. Sportlich schien es ganz gut zu laufen. Durch zwei von Franziskus verwandelte Elfmeter führte unser Team bereits nach 22 Minuten mit 2:0. Wolfsburg kam fortan zu einigen Chancen und konnte in der 40. Minute den Anschlusstreffer erzielen. Nach dem Seitenwechsel erlebten wir das Spiel zweier schwacher Teams. Die Gäste konnten in der 75.Minute sogar den Ausgleichstreffer erzielen. Zwei Minuten später brachte Kramer unser Team erneut in Führung. Diese hielt allerdings nur 10 Minuten und es waren die Wolfsburger, die am Ende über den verdienten Punkt jubeln konnten.

Auf den Stehtraversen zeigte sich, dass die Winterpause kreativ genutzt und allerlei neues Material geschwenkt oder nach oben gehalten wurde. Optisch war es ein gelungener Auftritt – akustisch allerdings noch ausbaufähig. Das Commando Donnerschwee zeigte sich zudem mit der Südkurve Jena in Form eines „Südkurve Bleibt“ Spruchbands solidarisch und spielte mit einem „Bier umsonst“ Spruchband auf die Bierpreiserhöhung an.

Transparent Magazin Ausgabe 19

Am Sonntag gegen U.L.M. Wolfsburg am ETRG Stand erhältlich:

50+1 – WIE LANGE BLEIBT DIE STIMMMEHRHEIT NOCH IN DEN HÄNDEN DER VEREINE?
Fast alle Fußballfans in Deutschland wollen die 50+1-Regel behalten – wollen, dass ihr Verein und kein Investor die Mehrheit an der Fußballsparte hat. Doch in den letzten Jahren wurde diese trotz des Bestehens immer mehr aufgeweicht. Was würde sich ändern, wenn sie ganz wegfällt? Und was sagen die einzelnen Akteure dazu?

Plus: Interview mit einem aktiven Fan von Bayer Leverkusen

Plus: So unterschiedlich sehen Präsident Martin Kind und die aktiven Fans die Situation in Hannover

»NA KLAR KANNST DU ALS ROLLIFAHRER ULTRA SEIN«
Timmey vom »UltrA-Team Bremen« sitzt im Rollstuhl und gehört seit vielen Jahren zur Bremer Fanszene. Was für viele ungewöhnlich ist, ist für ihn und sein näheres Umfeld normal. Dennoch gibt es viele Situationen, die für ihn anders sind als für Fans, die nicht im Rollstuhl sitzen. Wie Ultra ohne aktiven Support im Fanblock oder eine Auswärtsfahrt mit kaputtem Fahrstuhl am Bahngleis möglich ist, erzählt er in diesem Interview.

GEFÄHRLICHER ALS PYROTECHNIK?
Die Polizei greift bei Einsätzen im Zusammenhang mit Fußballspielen häufig auf Pfefferspray zurück. Polizeirechtlich gilt dies als »Hilfsmittel der körperlichen Gewalt zur Durchsetzung unmittelbaren Zwangs«. In der Realität wird Pfefferspray aber häufig auch als einfaches einsatztaktisches Mittel, z. B. um Gruppen von Fußballfans auseinanderzutreiben, eingesetzt. Dabei kommt es immer wieder zu Verletzungen von Fans, Ordnern und Polizeibeamten selbst. Der Kriminologe und Polizeiwissenschaftler Thomas Feltes hat das Einsatzmittel einer kritischen Betrachtung unterzogen.

AM ENDE ZAHLT DER FAN?

Die sogenannten Verbandsstrafen des DFB sind zuletzt Gegenstand von deutschen Zivilgerichtsverfahren geworden. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Fans und Vereine die mitunter willkürlich erscheinenden und harten Strafen des DFB leid sind und nun versuchen, dagegen vorzugehen. Neben diesem Bestreben gibt es allerdings auch weiterhin Vereine, die versuchen, die Verbandsstrafen an Fans weiterzugeben.

EINMAL MANAGER FÜR 5 EURO
Kann ein Computerspiel Realität werden? Der Kreisliga-Verein TC Freisenbruch wagt den Versuch und bietet für fünf Euro im Monat die Möglichkeit, den Verein als »Online-Manager« zu leiten. Doch wie viel darf wirklich mitbestimmt werden? Hält der Verein sein Versprechen der Basisdemokratie und wie zukunftsfähig ist dieses Modell?

ZSKA-FANS GEGEN RASSISMUS
Gewalt oder rassistische Gesänge sind keine Seltenheit im Umfeld des ZSKA Moskau. Die Ereignisse bei dem Champions-League-Spiel in der italienischen Hauptstadt 2014 führten zu der Gründung von »ZSKA-Fans gegen Rassismus«. Einer der wenigen Antirassismus-Initiativen im russischen Fußball.

WILDPARKSTADION KARLSRUHE
Unsere aktuelle Fotostrecke.

UNTERWEGS IN…
Für diese Ausgabe waren wir in Tijuana und Kankanj.

Transparent Magazin Ausgabe 19

9.01. Antifaschistischer Fußball-Treff

AFT – Der Antifaschistische Fußballtreff!
09.01.2017 – 19h
Klatsch und Tratsch über Fußball, Politik, Welt- und Oldenburggeschehen am Tresen in der Alhambra Kneipe.
Immer am zweiten Montag im Monat

Quelle: PunkAplatz Oldenburg

21.01. VfB and friends

Zum zweiten Mal laden VfB für Alle e.V. in Kooperation mit der Fan- und Förderabteilung VfB Oldenburg von 1897 e.V. – FuFa, IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle, Refugees Welcome in Sports und der Stabsstelle Integration der Stadt Oldenburg zum „VfB and friends“ Hallenturnier ein.

Das Turnier findet am Samstag, den 21. Januar um 12 Uhr im Sportpark Donnerschwee statt. Eingeladen sind alle, die Lust haben gemeinsam Fußball zu spielen- unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und kultureller Herkunft, Religion, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Die Teams werden vor Ort über ein Losverfahren zusammengestellt.

Wir freuen uns auf euch!

Quelle: VfB für Alle – Facebook

Hannover 96 II – VfB Oldenburg

Samstag 13:00, Freitag 19:30 und Freitag 18:00 lauteten die Spielansetzungen vor diesem Kick. Besonders der letzte Termin hatte es in sich, da er erst 50 Stunden vor Spielbeginn kommuniziert wurde. Nicht ganz 30 Stunden vor Anpfiff wurde der endgültige Termin, am Freitag um 18:30, fix. Trotz des Terminchaos startete ein fast vollbesetzter Doppeldecker in Richtung Hannover. Auf Grund des Feierabendverkehrs und der knappen Abfahrtszeit, schien es zunächst zeitlich eng zu werden. Doch pünktlich zum Anpfiff war der Großteil der rund 150 VfB Fans am oder im Stadion.

Das Stadion selbst verfügt über eine alte, wunderschöne Tribüne hinter dem Tor. Leider ist diese nicht für Zuschauer*innen geöffnet. Diese müssen auf den beiden neuen Tribünen Platz nehmen. Die Haupttribüne ist eine reine Sitzplatztribüne, während die Gegengerade eine fast komplette und überdachte Stehtribüne ist. Nur unten im Gästebereich wurden zwei Reihen Schalensitze installiert. Hinter dem anderen Tor befindet sich ein Erdwall, sodass das Stadion einen halbwegs geschlossenen Eindruck macht. Insgesamt können die Neubauten mit dem Begriff ‚funktionale Betonkonstruktion‘ beschrieben werden. Zusammen mit dem Flutlicht und der immer noch existenten, alten Haupttribüne ist das ehemalige Eilenriedestadion aber sicherlich einer der besseren Grounds in unserer Liga.

Unter dem Dach legte der Blau-Weiße Anhang mit wenigen Minuten Verspätung gut los. Lautstärke und Materialeinsatz stimmten. Unsere Elf schien das Treiben im Gästeblock zu motivieren und sie startete druckvoll. Trotz einiger Großchancen konnten aber die 96er mehr und mehr das Spiel bestimmen und führten mit 1:0 zur Pause.

Zur zweiten Hälfte gab es dann eine kleine Choreographie mit blau-weißen-Fahnen und dem Gesichtsmotiv der VfB Oldenburg Heimzaunfahne. Dazu brannten einige Bengalen und Blinker. Insgesamt ein schönes Bild, was unsere Spieler und den Fanblock zusätzlich motivieren konnte. So gab es auch in der zweiten Hälfte nicht nur einen guten Support, sondern unser Team drehte richtig auf. Nach etlichen Großchancen konnte Temin in der 84. Minute den Ausgleich markieren. Insgesamt wurde zwei Mal der Pfosten getroffen. Mit etwas mehr Glück wären die verdienten drei Punkte nach Oldenburg mitgenommen worden.

Da wir die willkürliche(n) und fanunfreundliche(n) Spielverlegung(en) nicht unkommentiert stehen lassen wollten, zeigten wir in der zweiten Hälfte das Spruchband „Fans: Kein Spielball!“. Auch das Commando Donnerschwee kommentierte die Spielverlegungen mit „Innenministerium außen vor lassen“.

Nach dem Spiel wurde noch 45 Minuten im Gästeblock gesungen. Leider bekam unser Team nichts davon mit, sodass wir nur uns selbst einen schönen Abschluss des Fußballjahres 2016 bescherten.

Auswärts: Hannover – 2.12. 18:30

+++ NEUE ABFAHRTSZEIT +++
Dank der rechtzeitigen Spielverlegung (2 Tage vorher) vom Innenministerium müssen wir unsere Doppeldeckertour verlegen. Wir fahren nicht wie vorher gewohnt um 16:00 Uhr, sondern bereits um 15:30 Uhr ab! Seid also um 15:00 Uhr am Treffpunkt, damit alles reibungslos abläuft und wir zügig richtig Hannover fahren können!

Quelle: Fanszene Oldenburg

Eichede – VfB Oldenburg

Vor dem Spiel gab es einen Trainerwechsel beim Tabellenletzten und das Heimteam ließ erkennen, dass sie auf dem schweren Geläuf durchaus die Punkte nicht kampflos hergeben wollten. So passierte nach einer guten Anfangsphase zunächst wenig auf dem Rasen und beide Teams kamen zu wenigen, kleineren Chancen. In der 30. Minute aber konnten die ca. 100 Gästefans unter den 450 Zuschauer*innen das erste Mal durch ein Tor von Kramer jubeln. Nach dem Seitenwechsel knüpfte unser Team daran an und nach 50 Minuten stand es 2:0 durch einen Treffer von Kapitän Tönnies. In der 68. Minute verkürzte das Heimteam auf 2:1. Doch die Freude beim Gastgeber währte nur kurz. Sechs Minuten später stellte Kramer den Zweitoreabstand wieder her. Bei diesem Spielstand blieb es am Ende auch.

Der Support war im Großen und Ganzen gut. Besonders laute Phase gab es in der ersten Hälfte, schwächere Phasen in Halbzeit zwei. Der Gästeblock war absolut okay für einen Dorfplatz und auch das Catering bot mit Riesenbrezeln eine Alternative für Menschen, die auf Fleisch verzichten. Die Heimszene scheint leider nicht mehr existent zu sein. Bis auf zwei kleine Zaunfahnen konnten keine Aktivität wahrgenommen werden.

VfB Oldenburg – Hamburger SV 2

Trotz des stürmischen Schauerwetters kamen 1600 Menschen ins zugige Marschwegstadion, um das letzte Heimspiel im Jahr 2016 zu erleben. Spielerisch zeigte unser Team einige Schwächen, sodass die solide kämpferische Leistung nichts fürs Punktekonto brachte. Nicht ganz unverdient verlor unser Team, trotz zwischenzeitlichen Ausgleich durch Daniel Franziskus in der 64. Minute, mit 1:2.

Auch auf den Rängen machte es mäßig Spaß. Der starke Wind trug die Gesänge aus dem weiten Rund und erschwerte die optische Unterstützung mit Fahnen. Gelegentliche Regenschauer drückten zudem die Stimmung. Trotz des sich überschneidenden Spiels der Erstvertretung kamen circa 15 Gästefans ins Marschwegstadion, welche aber nur durch die Zaunbeflaggung auffielen.



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